Identifikation genetischer Risikofaktoren der Parodontitis durch kombiniertes QTL-Mapping in Mäusen des Collaborative Cross und anschließender genomweiter Assoziationsanalyse und Hochdurchsatz-Genotypisierung in Patienten der Aggressiven Parodontitis

Genomweite Assoziationsstudien (GWAS) können aufgrund statistischer Limitationen nur einen Teil der tatsächlich in der Bevölkerung vorhandenen genetischen Risikovarianten identifizieren. Um die fehlenden Heritabilitätsfaktoren aufzuklären, ist eine Strategie zur hypothesenfreien de novo Erstellung von Hypothesen über Kandidatengene im menschlichen Genom sinnvoll, welche sowohl den Einschränkungen genomweiter Assoziationstudien als auch von Kandidatengen-Assoziationsstudien gleichermaßen Rechnung trägt.

Zu diesem Zweck werden in einem systemgenetischen Ansatz rekombinante Inzucht-Mauslinien (RILs) des Collaborative Cross zur Kartierung von Risikogenen der Parodontitis als quantitative Merkmale (quantitative trait loci [QTL]) verwendet. Die den Maus-QTLs entsprechenden orthologen DNA-Sequenzabschnitte im menschlichen Genom werden als Kandidatengenregionen ausgewählt und in unserer DNA-Bank detailliert nach mit dem Krankheitsbild der Parodontitis assoziierten Sequenzvarianten untersucht.

Dieses Projekt wird seit 2015 durch die DFG als Trilaterales Projekt gefördert (SCHA 1582/4-1).

Beteiligte Institute:

  • Prof. Dr. Yael Houri-Haddad, Department of Prosthodontics, Faculty of Dental Medicine, Hadassah & Hebrew University Medical Centers, Ein Kerem, Jerusalem, Israel
  • Prof. Dr. Fuad Iraqi, Department of Clinical Microbiology and Immunology, Sackler Faculty of Medicine, Tel Aviv University, Ramat Aviv, Israel
  • Prof. Dr. Musa Bajali, Faculty of Dentistry, Al-Quds University, Jerusalem, Israel

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