Genomweite Assoziationsstudie zur Identifikation Genetischer Risikofaktoren der Parodontitis

Parodontitis ist eine chronische Entzündungskrankheit der oralen Mukosa und des Zahnhalteapparates. Sie wird in die Unterformen chronische Parodontitis (CP) und aggressive Parodontitis (AgP) eingeteilt. Während die CP hauptsächlich bei Erwachsenen auftritt und durch langsames Fortschreiten der Erkrankung gekennzeichnet ist, kommt die AgP vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor und wird aufgrund des rasch fortschreitenden Abbaus des Kiefernknochens bestimmt. Es wird angenommen, dass genetische Faktoren eine besonders wichtige Rolle in der Ätiologie der AgP spielen.

Ziel des Projektes ist die systematische Aufklärung der genetischen Architektur der AgP. Durch Metaanalysen sollen zusätzlich die gemeinsamen genetischen Risikofaktoren der Parodontitis und mit ihr epidemiologisch zusammenhängenden Krankheiten aufgeklärt werden, wie z.B. die Koronare Herzkrankheit und Rheumatoide Arthritis. Zu diesem Zweck wird eine genomweite Assoziationsstudie (GWAS) in der weltweit derzeit größten klinischen Analysepopulation durchgeführt. Replizierte Marker-Assoziationen werden auf ihre Relevanz für die CP in validiert werden. Weiteres Ziel ist die Identifikation kausativer Varianten durch Feinkartierung und gerichteter Resequenzierung.

Dieses Projekt wird seit 2014 durch die DFG gefördert (SCHA 1582/3-1).

 

Mitarbeiter: MSc Matthias Munz

Forschungsdatenbank

Für mehr Details nutzen Sie bitte auch die Öffnet externen Link im aktuellen FensterForschungsdatenbank der Charité.