Systematische Identifizierung der in vivo-Substrate der putativen Glycosyltransferase GLT6D1

Das Gen Glt6D1 (glycosyltransferase 6 domain containing 1) ist das am besten replizierte spezifische Risikogen der AgP mit genomweiter Signifikanz. Die Assoziation von GLT6D1 über verschiedene Ethnizitäten hinweg offenbart die grundsätzliche Bedeutung dieses Gens für die Ätiologie dieser Krankheit. Die genaue Funktion des Genproduktes ist bislang vollständig unbekannt, es wird jedoch eine Glycosyltransferase-Aktivität mit einer Rolle in der Determinierung des Wirtstropismus vermutet. In diesem Projekt sollen Kenntnisse der spezifischen Substrate von GLT6D1 gewonnen werden, welche die notwendige Grundlage für die nachfolgende Identifikation der potentiellen Zielproteine liefern sollen und Aufschluß über den biologischen Wirkmechanismus und -kontext von GLT6D1 geben können. Um die potentiellen Glycan- oder Glycolipidsubstrate von GLT6D1 zu identifizieren, werden immortalisierte gingivale Epidermis- und Fibroblastenzellen gentechnisch manipuliert, um GLT6D1 funktional vollständig auszuschalten bzw. stabil in hohen Konzentrationen zu exprimieren. Der Effekt, welcher durch diese gezielte GLT6D1 Modulation auf die Glycoproteine und Glycolipide der Zelle zu erwarten ist, wird mittels Porous Graphitized carbon (PGC) Flüssigchromatographie, gekoppelt mit online massenspektrometrischer Detektion, identifiziert und quantifiziert. Die zu gewinnenden Informationen bilden wesentliche Grundlagen, um die molekularen Ursachen der Entstehung der AgP zu definieren und die spezifische Ätiologie der AgP besser von den chronischen Formen der Parodontitis abgrenzen zu können.

Dieses Projekt wird seit 2015 durch die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund-, und Kieferheilkunde gefördert.

Mitarbeiter: Dr. Michael Hubberten

 

 

Beteiligtes Institut:

Dr: Daniel Kolarich, Max Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Institut für Chemie und Biochemie, Fachbereich Biologie, Chemie und Pharmazie, Freie Universität Berlin

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