Zahn- und parodontale Untersuchungen im Rahmen der Nationalen Kohorte

Substudie

Untersuchung der Zahngesundheit
im Rahmen der Pretests zur Planung der Nationalen Kohorte Deutschlands

Nationale Kohorte

Die Nationale Kohorte ist eine groß angelegte Langzeitstudie mit dem Ziel, einen Beitrag zur Aufklärung der Ursachen von Volkskrankheiten wie z. B. Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, und  Diabetes mellitus zu leisten. Dabei sollen neue Risikofaktoren identifiziert werden, um frühzeitig neue Ansätze im Bereich der Vorbeugung und Behandlung chronischer Erkrankungen zu entwickeln. Die Studie soll dazu dienen, die Gesundheitsvorsorge, Früherkennung von Krankheiten und Gesundheitsversorgung der deutschen Bevölkerung zu verbessern.

In Berlin-Brandenburg wird die Studie vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch, der CharitéUniversitätsmedizin Berlin, dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke und dem Robert-Koch-Institut durchgeführt. Die Hauptstudie wird ab dem Jahr 2012 beginnen und wird aus öffentlichen Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

Zahnmedizinische Untersuchung

Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen der Zahngesundheit und chronischen Systemerkrankungen. Die Parodontitis, eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates, zählt zu den häufigsten Infektionserkrankungen des Menschen. Dabei sind in Deutschland über 80 % der Bevölkerung von einer Parodontitis betroffen und ca. 40 % der Bevölkerung weisen schwere Verlaufsformen auf  (Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS) 2006).

Die Parodontitis stellt ein Risiko für chronisch-entzündliche Systemerkrankungen, wie z.B. kardiovaskuläre Erkrankungen und  Diabetes mellitus dar. In Kooperation mit dem Max Delbrück Zentrum, Abt. für Molekulare Epidemiologie (Leiter: Prof. Dr. T. Pischon) wird im  Rahmen einer Substudie die Zahngesundheit untersucht. Für diese Untersuchung wird der Zahnstatus, die Gesundheit des Zahnhalteapparates (Parodont) sowie des Kiefergelenkes (temporomandibuläre Dysfunktionen) gemessen und mittels validierter  Fragebögen (OHIP-5; OHIP-14-G)  erfasst.

Ziel der Substudie

Ziel der vorliegenden Substudie ist es, die Anwendbarkeit der zahnmedizinischen Parameter zur Messung der Mundgesundheit im Rahmen der Nationalen Kohorte zu prüfen sowie den erforderlichen Zeitbedarf für die Messungen einzuschätzen. Ziel ist weiterhin zu prüfen, ob Unterschiede in der Erhebung durch eine geschulte Study Nurse und einer zahnmedizinischen Studienassistenz bestehen. Außerdem wird die Effizienz der digitalen Befunderhebung parodontologischer Messungen geprüft.

Ansprechpartner für die Substudie

PD Dr. N. Pischon
Komm. Leitung, Abteilung für Parodontologie und Synoptische Zahnmedizin

Prof. Dr. P.-G. Jost-Brinkmann
Institutsdirektor, CharitéCentrum 3
CharitéUniversitätsmedizin Berlin

Aßmannshauser Straße 4-6
14197 Berlin

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