Regenerative Parodontaltherapien

Parodontale Regeneration

Nach einer Lappenoperation gibt es 4 verschiedene Gewebetypen, dessen Regeneration erwünscht ist: Epithel, Bindegewebe, Faserapparat (Desmodont) und der Alveolarknochen

Da das  Wachstum des Saumepithels deutlich größer als die der anderen Gewebearten ist, kommt es zu einer verstärkten Ausbildung des Saumepithels selbst in Bereiche, die für Desmodont und Alveolarknochen "vorgesehen" sind. Dadurch, kommt es eher zu einer reparativen Heilung mit Ausbildung eines langen Saumepithels und damit zu einer verminderten Regeneration des Zahnhalteapparates.

Um die parodontale Regeneration zu fördern gibt es verschiedene Möglichkeiten.

GTR: Guided Tissue Regeneration 

Bei der Guided Tissue Regeneration wird das Epithel mittels einer Membran zunächst ausgegrenzt. Dadurch entsteht ein Raum, in welchem sich der Alveolarknochen und das Desmodont regenerieren können. 

Schmelzmatrixproteine (Emdogain®)

Während der Entwicklung der Zähne kommt es zur Produktion bestimmter Substanzen wie der , welche die Bildung der Zahnsubstanzen steuern . Dies macht man sich auch in der Parodontaltherapie zu Nutze.  Schmelzmatrixproteine aus Zahnknospen von Schweinen gewonnen,  werden auf die Wurzeloberflächen aufgetragen, um die Regeneration von parodontalem Gewebe gezielt zu fördern.

Knochen & Knochenersatzmaterialien

Um Knochenverluste, die durch parodontale Krankheiten hervorgerufen wurden, auszugleichen gibt es auch die Möglichkeit der Anwendung von Knochenersatzmaterialien oder von patienteneigenem Knochen.